3 Gründe warum dein Baby bei dir schlafen sollte

Aktualisiert: Mai 14

Die meisten Hebammen raten heute dazu, das Baby ganz nah bei sich schlafen zu lassen. Am besten, das nur gewickelte Baby direkt auf der nackten Haut.

Aber warum ist das so?


Auch wenn es zunächst nicht so scheint, kommen Babys mit sehr vielen Kompetenzen auf die Welt.


1. Dein Baby fühlt sich sonst allein gelassen

In den Genen deines Babys steckt ein jahrtausendealter Erfahrungsschatz. Das, was sich in der Menschheitsgeschichte als Überlebensvorteil erwiesen hat, begreift es also bereits intuitiv.*

Aus diesem Grund wird dein Liebling nachts instinktiv nervös, wenn kein Erwachsener in der Nähe ist. Früher hätte es nämlich bedeuten können, dass der Nomadenstamm samt seiner Eltern ohne es weitergezogen ist*.

Dein Baby fühlt sich somit zurückgelassen, wenn es aufwacht und du nicht da bist.


2. Dein Baby weint weniger

Wenn du als Mutter ganz dicht neben deinem Baby schläfst wirst du merken, dass ihr nach nur wenigen Tagen so gut eingespielt seit, dass du wach wirst, wenn dein Baby unruhig wird und Hunger hat. Wenn du es stillst, kannst du dich einfach zu deinem Baby herumrollen und dein kleiner Schatz kann mit geschlossenen Augen trinken. Ihr beide schlaft danach meist direkt weiter. Falls der Papa auch mit im Raum schläft, wird er dadurch nur selten gestört, da euer Babys nicht zu weinen beginnt.

Tatsächlich ist Weinen nämlich ein sehr spätes Zeichen von Hunger**.


Falls du deinem Baby die Flasche gibst, kannst du sie direkt neben dem Bett fertig machen, wenn dein Baby unruhig wird. So bist du auch wesentlich schneller, als wenn du es erst weinend über das Babyphone hörst.


3. Der Nähe-Akku deines Babys wird gefüllt

Dein Baby braucht viel Nähe um sich geborgen und wohl zu fühlen.

Stell es dir so vor, als hätte es einen Nähe-Akku. Dein Baby hat ständig das Ziel diesen Akku mit Nähe zu füllen. Wenn es direkt neben dir schläft, kann es ihn in der Nacht durchgängig auffüllen.

Die Autorin Christine Müller-Mettnau schreibt, dass das Baby, welches bei seiner Mutter schläft somit glücklicher ist, als das, welches allein schläft**.



Obwohl ich diese drei Dinge bereits wusste und unbedingt wollte, dass mein Baby bei mir mit im Bett schläft, hatte ich doch einige Bedenken:


a)Was ist, wenn ich es aus Versehen überrolle, wenn es mit in meinem Bett schläft?


b) Erhöht ein Familienbett das Risiko eines plötzlichen Kindstods?


c) Was ist, wenn mein Kind später mobiler wird, wie kann ich verhindern, dass es dann aus dem Bett fällt?


Um diese Bedenken ablegen zu können, habe ich mich weiter mit diesen Themen beschäftigt. In den folgenden Artikeln kannst du mehr davon erfahren:


Rausfallschutz fürs Familienbett


Erhöht ein Familienbett das Risiko eines plötzlichen Kindstods?

(Die Infos dieses Artikels können dir helfen Bedenken a. und b. abzulegen)




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*Imlau, N. (2016). Mein kompetentes Baby. Kösel Verlag

**Müller-Mettnau, C. (2009). Gestillte Sehnsucht - starke Kinder!EIGENVerlag