Baby-led Weaning - Breifreie Beikost

Aktualisiert: 12. Sept 2020

Lange habe ich überlegt, wie ich bei meinem Sohn die Beikost einführe. Irgendwie hat mir der Gedanke, ihn während ich selbst esse oder ihn vorher zu füttern nicht gefallen. Ich wollte viel lieber mit ihm zusammen essen und aus dem Essen eine schöne gemeinsame Zeit machen.

Außerdem haben mir viele Freunde erzählt, dass ihr Kind beim Essen richtig mäkelig ist. Es wolle immer eine Extrawurst und probiere keine neuen Gerichte aus.


Nachdem in den Babykursen, die wir besuchten, bereits alle mit der Beikost angefangen hatten, machte ich mich schließlich im Internet auf die Suche nach einer Alternative zum Brei und bin dabei auf das Konzept "Baby-led Weaning" gestoßen. Ich war von diesem Konzept total begeistert. Dein Baby bekommt hier von Anfang an feste Nahrung. Anfangs erst einmal in Form von Sticks, damit es das Essen gut greifen kann und wenn es den Pinzettengriff kann, dann kannst du die Lebensmittel kleiner schneiden.



Bevor ich dir jetzt jedoch erzähle, wieso ich Baby-led Weaning so super finde, möchte ich erst einmal festhalten, für wen es sich nicht eignet:


Wann ist Baby-led Weaning nichts für dich?


1. Wenn du schnell abstillen möchtest, dann ist Baby-led Weaning nichts für dich.

Da deinem Baby anfangs noch die motorischen Fähigkeiten fehlen, um so viel zu essen, wie es z.B. durch das Füttern mit Brei der Fall ist, bemerkt es hier erst später, dass Essen sättigend ist.

Vielmehr erkundet es das Essen spielerisch und steckt es sich dabei in den Mund. Nach und nach werden seine Fähigkeiten immer besser, sodass es auch immer mehr isst und das Sättigungsgefühl schließlich selbst herausfindet.


2. Wenn dein Baby selbst isst, dann geht beim Ausprobieren und Experimentieren vieles daneben. Es landet neben dem Teller, unter dem Tisch oder auch mal ganz wo anders. Mit ein paar Tricks und Hilfsmitteln kannst du dem zwar etwas entgegenwirken, nichts desto trotz ist es jedoch schon eine kleine Schweinerei und wenn du sehr pingelig bist und beim Essen nichts daneben gehen darf, dann ist dieses Konzept definitiv nichts für dich.


Wenn diese beiden Aspekte dich nicht abgeschreckt haben, dann solltest du unbedingt weiter lesen, denn die Vorteile, die ich im Baby-led Weaning sehe, haben mich sofort überzeugt:

  1. Durch das eigenständige Greifen wird die Feinmotorik deines Babys trainiert.

  2. Dadurch, dass dein Baby nur so viel isst, wie es will, lernt es sein Sättigungsgefühl kennen und wird nicht "überfüttert". Statistiken haben gezeigt, dass es so zu weniger Essstörungen und Übergewicht kommt.

  3. Die ganze Familie kann zusammen essen. ;-)

  4. Wenn du gesund kochst, musst du nicht viel extra kochen. Dein Baby isst einfach mit.

  5. Der erste Schritt der Verdauung, das Einspeicheln, beginnt im Mund. Während beim Brei essen dieser Schritt entfällt, da die Babys den Brei direkt runterschlucken können, ist das Einspeicheln durch das Zerkleinern fester Nahrung hier gegeben.

  6. Die angeborene Neugierde wird geweckt bzw. beibehalten und dein Baby hat somit sehr viel Spaß am und beim Essen.

  7. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Liebling auch später immer wieder neue Gerichte probiert ist sehr hoch.

  8. Dadurch, dass dein Baby anfangs gezielt einzelne Lebensmittel auswählt, lernt es die einzelnen Geschmäcker der Lebensmittel kennen und kann diese unterscheiden.

  9. Durch die verschiedenen Formen und Konsistenzen der Lebensmittel wird beim Verkleinern dieser die Muskulatur im Mund trainiert. Dies kann beim Sprechen lernen sehr hilfreich sein.


Auch wenn mich diese ganzen Vorteile direkt überzeugt haben, hatte ich dennoch einige Bedenken und Fragen:

"Kann mein Baby sich an der festen Nahrung verschlucken?" "Wird es dadurch überhaut satt ?"

"Darf mein Liebling alles mitessen?"

"Braucht es eigentlich schon Zähne?"

"Wie fange ich damit überhaupt an?"

usw.

Um mich mit diesen Bedenken auseinander zu setzen und genau herauszufinden, worauf ich bei dieser Beikosteinführung achten muss, habe ich mir das Buch "Baby-led Weaning - Der stressfreie Beikostweg" gekauft. Dieses Buch kann ich dir wärmstens empfehlen. Die schlüssigen Erklärungen haben mir geholfen all meine Bedenken abzulegen und ich habe es kaum abwarten können mit der Beikost zu beginnen.

Das gut strukturierte Inhaltsverzeichnis des Buches ermöglicht es dir gezielt etwas nachzuschlagen und hilft dir, dich schnell in dem Thema sicher zu fühlen, ohne das gesamte Buch gelesen haben zu müssen.


#BabyledWeaning #Pinzettengriff #Beikost #Essen


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Hey, ich bin Anin Swenson, habe Sportwissenschaften, Pädagogik, Biologie und Mathematik studiert und bin Mutter meines wundervollen Sohnes. Da mir mein Liebling so wichtig ist, setze ich mich immer wieder mit neuen Themen rund um Kindergesundheit auseinander, die ich gern mit Dir hier auf GemeinsamGrossWerden teilen möchte.

(Um unser Privatleben aus dem Netz zu halten findet ihr hier nur Künstlernamen :))

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