Gesundes Trinken - wie viel und was in welchem Alter?

Aktualisiert: 3. Nov 2020

Wenn dich interessiert, wieso dein Kind im Verhältnis mehr Wasser als du trinken sollte, wie viel es genau sein sollte und welche Getränke lieber weggelassen werden sollten, die zunächst gesund erscheinen, dann könnte dich dieser Beitrag interessieren.


Der Organismus deines Kindes besteht zu einem viel größeren Teil aus Wasser,

als deiner. Das ist der Grund, warum die empfohlene Trinkmenge pro kg Körpergewicht bei Kindern höher ist als bei Erwachsenen. Damit sich dein Kind optimal entwickeln kann ist es daher wichtig, dass du darauf achtest, dass es ausreichenden viel Flüssigkeit zu sich nimmt*.


Wie viel Flüssigkeit sollte wer zu sich nehmen?


Da nicht nur Getränke, sondern auch feste Nahrung unserem Körper Flüssigkeit zuführt, sind beide Bestandteile der empfohlenen Flüssigkeitszufuhr:


Alter Empfohlene Flüssigkeitszufuhr in ml pro kg

Körpergewicht* _____________________________

unter 1 Jahr ca.130ml (in den ersten 4 Monaten) bis 110ml '


1-4 Jährige ca.95ml


4-7 Jährige ca.75ml


7-10 Jährige ca.60ml


10-13 Jährige ca.50mlzufur ei


Jugendliche & ca. 40ml Erwachsene bis 30ml


'Stillkinder benötigen nur in Ausnahmesituationen andere Getränke


So sollte z.B. ein 1-jähriges Kind, was z.B. 10kg wiegt pro Tag ca.0,95l (=10kg x 95ml/1000) Flüssigkeit zu sich nehmen. Die optimale Flüssigkeitszufuhr für eine 65kg schwere Frau liegt dann bei ca. 2,3l (=65kg x 35ml/1000).


Aber wie viel Flüssigkeit steckt bereits in unserer festen Nahrung? Dies ist wichtig zu wissen, damit du weißt, wie viel du tatsächlich trinken solltest.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gelangen mit dem Essen im Durchschnitt ca. 857ml, also ca. 1l Flüssigkeit, in den Körper eines Erwachsenen***. Somit sollte z.B. die 65kg schwere Frau ca. 1,4l (=2,275l - 0,857l) Wasser pro Tag trinken. Da kleine Kinder weniger Essen, kann man dort nicht ganz die 857ml Flüssigkeit abziehen.

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Generell solltest du daran denken, dass bei Hitze, viel Bewegung, trockener kalter Luft, beim Essen einiger Lebensmittel, wie z.B. eiweißreicher Kost und auch bei Erkrankungen, wie z.B. Durchfall, Erkältung und Fieber mehr Flüssigkeit notwendig ist.


Außerdem gilt laut Sebastian Kneipp für alle Altersklassen: "Trinke oft, aber nie zu viel". So ist es optimal jede halbe Stunde einen Schluck bis zu einem Glas zu trinken. Nur während der Mahlzeiten zu trinken wäre demnach zu wenig und führt zudem zur Verdünnung der Verdauungssäfte, was wiederum dem Verdauungsprozess schadet*.


Was sollte man trinken?

Was du und dein Kind am besten trinken sollten ist eigentlich ganz verständlich, wenn du dir vorab überlegst, welche Flüssigkeit mit welcher Temperatur vom Organismus benötigt wird.

Weil unser Organismus nicht aus kalter Cola, Säften und auch nicht aus heißem Tee besteht, ist es am Besten, wenn wir ihm stilles, leicht erwärmtes, nährstoffarmes Wasser geben. So muss unser Körper die Flüssigkeit weder erwärmen, noch etwas aus ihr herausfiltern, sondern kann das Wasser direkt nutzen und spart so viel Arbeit in Form von Energie.


Zur Geschmacksverbesserung eignen ich Kräuterzweige wie Zitronenmelisse, Apfel- oder Zitronenscheiben, Ingwer oder ein kleiner Schluck Saft*.

Auf jeden Fall sollten sie Getränke industriezucker-, nährstoff- und auch süßstofffrei sein*. Bei Fruchtsäften solltest du auf die Qualität achten und auch diese solltest du verdünnen, da auch dort ein hoher Fruchtzuckeranteil enthalten ist und sie somit eigentlich nichts anderes als Zuckerwasser sind. Der zu hohe Fruchtzuckergehalt führt zu einem Übermaß an Säure und sollte vor allem bei Kindern mit Migräne, häufigen Kopfschmerzen, Magen-Darm-Schwierigkeiten und Hauterkrankungen gemieden und durch Wasser ersetzt werden. Besonders sollte Saft abends vor dem Zubettgehen vermieden werden, da die Verdauungsorgane Fruchtsäure und Zucker abends nicht besonders gut vertragen und somit seine Verdauung den Schlaf stören könnte.

Schau dir dazu auch gern meinen Beitrag "Zucker - Fluch und Segen" an.


Wie man nun an stilles, leicht erwärmtes Wasser kommt, fand ich noch sehr leicht. Bei uns kann man es theoretisch direkt aus der Leitung nehmen. Aber wie bekomme ich es nährstofffrei?


Auf der Suche danach, bin ich auf verschiedene Wasserfilter gestoßen. Dabei auch auf Tischwasserfiltern, wie z.B. der von Brita, von denen ich jedoch nichts halte. Schließlich haben wir uns jetzt einen Wasserfilter einbauen lassen, der neben Medikamentenrückstände und vielem anderen sogar Bakterien aus dem Wasser filtert. Er schien zwar zunächst etwas teurer. Nachdem ich jedoch tatsächlich eine Rechnung dafür aufgestellt hatte, bei der ich Wasserkosten, optimale Flüssigkeitszufuhr und Kosten des Filters einbezogen habe, kam heraus, dass wir, als dreiköpfigen Familie, bereits nach weniger als 2 Jahren kostenlos richtig gutes gesundes Wasser beziehen können.

Die Wertigkeit des Filters wurde mir noch klarer, als ich herausfand, dass der Körper bei Frauen zur Hälfte aus Wasser besteht und bei Männern sogar zu 65%. Mir wurde klar, dass gutes Wasser definitiv die Gesundheit des Menschens sehr stark beeinflussen kann.

Also musste so ein Filter her ;-) Ich kann jetzt bedenkenlos das Leitungswasser trinken, muss keine Kisten schleppen, kein Wasser mehr kaufen, musste es für mein Baby nicht abkochen und habe einfach auch immer ein gutes Gefühl dabei, wenn ich es meinem Schatz zum Trinken gebe.

(Falls du Interesse an dem Filtersystem hast, dann schreib mir gern eine Email mit deinen Kontaktdaten. Ich schicke dir dann gern, natürlich unverbindlich, weitere Infos über das Filtersystem zu. Hier jetzt alle Infos dazu zu schreiben würde den Rahmen eines 5 Minuten-Beitrags sprengen ;-))


Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Kind und ich genug Flüssigkeit zu uns nehmen?


Damit dein Schatz beim Spielen das Trinken nicht vergisst, und auch du genug Flüssigkeit zu dir nimmst, hier ein paar Tipps:


  • Stelle immer eine Trinkflasche in Sichtweite. Für dein Kind eine, die es auch allein bedienen kann.

  • Da ich selbst oft nicht genug trinke, haben wir einen schönen Wasserspender gekauft, der übrigens auch bei Partys optimal ist und gut sichtbar bei uns in der Wohnung steht.

  • Iss Suppen und wässriges Gemüse, wie Gurke und Melone, sie sind auch super für die Flüssigkeitszufuhr.

  • Mit Trinkflaschen mit ml-Anzeigen kann man gut erkennen, wie viel schon getrunken wurde

  • Du kannst ein Spiel aus dem Trinken machen: Waschlappen aussaugen, in der Badewanne aus einem Becher trinken, anstoßen, aus Schnapsgläsern trinken, aus verschiedenfarbigen Gläsern trinken oder mit bunten Strohalmen z.B. aus Silikon, bekommt ihr auch die ganz Kleinen im Notfall dazu mehr zu trinken.

  • Trinkt morgens nach dem Aufstehen bereits ein großes Glas mit lauwarmen Wasser. Dies aktiviert den Stoffwechsel, den Kreislauf und die Verdauung.

  • Verknüpft Wasserlassen mit Wasserzufuhr. Nach dem Pinkeln ist schließlich wieder Platz ;-)

  • Nehmt immer Wasser mit, wenn ihr unterwegs seit.

Übrigens nimmt mit dem Älterwerden das Durstempfinden ab, das ist für die Organe vieler Senioren tatsächlich ein großes Problem. Achte also auch noch im fortgeschrittenen Alter auf genügend Flüssigkeitszufuhr.



Zusatzinfo: Gutes Wasser hilft auch bei Diäten. Es spült Giftstoffe aus dem Körper. Dabei geschieht die Entgiftung durch die Nieren. Wenn man jedoch zu wenig trinkt, hilft die Leber bei der Entgiftung mit und kann ihrer Hauptaufgabe, dem Fettstoffwechsel, nicht mehr im vollsten Maße nachkommen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wenn man ausreichend viel gutes Wasser trinkt, kann der Fettstoffwechsel besser ablaufen**.

*Uhlemayr, Ursula. Wickel & Co. Bärenstarke Hausmittel für Kinder. Urs-Verlag. **Schwarz, Boris. Bewusst gut Leben. Vortrag von Gedankentanken.

*** Focus: https://www.focus.de/gesundheit/videos/richtig-trinken-so-viel-fluessigkeit-steckt-in-unserer-festen-nahrung_id_3992858.html


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